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Geschrieben von: SVSI   
Mittwoch, den 11. Oktober 2006 um 05:19 Uhr
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TGF (engl. Transforming Growth Factor, dt. transformierender Wachstumsfaktor) – Diese Wachstumsfaktoren zählen zu den Signalmolekülen (--> Zytokinen) und spielen eine wichtige Rolle im Wachstum von Zellen und Geweben. Sie werden in TGF-alpha, --> TGF-beta und die BMP-Familie eingeteilt.

TGF-ß (gesprochen „beta“)die TGF-β-Polypeptide sind multifunktional. Studien zeigen, dass Eigenschaften von Knochen (Elastizität, Härte) durch TGF-ß beeinflusst werden können. Niedrige TGF-ß-Werte machen Knochen elastischer und härter mit höherer Kalzium­phos­phat-Konzentration. Ansonsten sind sie fähig, die --> Zellproliferation, --> Zelldifferenzierung und andere Funktionen in einem weiten Spektrum verschiedener Zellen zu beeinflussen. Dazu gehört z.B. die direkte antientzündliche Wirkung von --> TGF-β. Bei TGF-ß handelt es sich um ein lokales --> Zytokin, das im Zusammenhang mit Heilungsprozessen und Fibrosierung von Gewebe sowie mit relevanter Bedeutung z.B. beim Herzversagen nach Myokardinfarkt steht.

Tierversuch Experiment mit Tieren in der Forschung. Bevor neue Heilmittel am Menschen angewendet werden, müssen sie in Tierversuchen erprobt werden. Zuvor müssen jedoch umfangreiche Laborexperimente den grundsätzlichen Beweis (--> Proof of principle) erbringen, dass eine neue therapeutische Substanz gutes Heilungspotenzial hat. Tierversuche müssen von Behörden genehmigt werden.

Tissue Engineering (Gewebezucht) – Lebende Zellen werden - teilweise auf vorher an­gefertigter dreidimensioneler Matrix – als Ersatzmaterial gezüchtet. Hautersatz, Knorpelersatz (z.B. auf biologisch abbaubaren Polymeren)... Zentrale Technik der regenerativen Medizin.

T-Lymphozyt – Gruppe von weißen Blutkörperchen, die der Immunabwehr dient.

TNF-Faktor (Tumornekrosefaktor) – multifunktionaler Signalstoff (--> Zytokin) des Immunsystems, welcher bei lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt ist.

Toxizität – Giftigkeit, Schädlichkeit.

Transduktion – Ein Virus bringt das therapeutische Gen in die Zelle. Als --> Viren kommen DNA-Viren, RNA-Viren oder Retroviren in Frage.

Transfektion – chemische, physikalische Methoden, um ein therapeutisches Gen in eine Zelle zu transportieren (vgl. -->Transduktion). Zur Transfektion werden unter anderem Nano­partikel verwendet, die aus dem Gen und weiteren Substanzen hergestellt werden. Häufig verwendete weitere Substanzen sind --> Polyethylenimin, --> Liposomen oder Kalzium­phosphat. Auch physikalische Methoden wie Mikroinjektion, Elektroporation oder Magneto­fektion können für eine Transfektion genutzt werden. Bei der Mikroinjektion wird mit einer feinen Nadel unter dem Mikroskop direkt in die Zellen injiziert. Bei der Elektroporation wird ein Stromstoß genutzt, um die Zellmembran durchgängig zu machen und das Eindringen des Gens zu ermöglichen. Bei der Magnetofektion wird das Gen an magnetische Nanopartikel gebunden und mit Hilfe eines Magnetofeldes in die Zellen eingebracht.

Transgen – übertragener Genabschnitt. Bereitet zuweilen unerwartet Überraschungen: Die Zelle baut es an unterschiedlichen Stellen in das Genom ein und schaltet dabei auch Gene an oder ab, die zur Tumorentstehung beitragen.

Transkription Übersetzen eines DNA-Stranges in einen komplementären RNA-Strangs (--> m-RNA für messenger RNA) durch das Enzym RNA-Polymerase.

Translation Übersetzen der mRNA in die Aminosäurekette eines Proteins.

Triplet – Kombination von drei aufeinander folgenden --> Basen einer Nukleinsäure, die wiederum den Schlüssel für den Aufbau einer --> Aminosäure darstellt.

Tumornekrosefaktor – TNF (-->).



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 29. Juli 2011 um 09:22 Uhr